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08.08.2018 | Pressemitteilung

Einsatzbilanz der DRF Luftrettung in Sachsen – 1. Halbjahr 2018

  • 1.348-mal war die DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2018 in Sachsen im Einsatz - akute Herzerkrankungen waren der häufigste Alarmierungsgrund.
  • 1.348-mal war die DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2018 in Sachsen im Einsatz - akute Herzerkrankungen waren der häufigste Alarmierungsgrund.

Herzinfarktpatienten profitieren besonders von der Luftrettung

Im ersten Halbjahr 2018 war die DRF Luftrettung bundesweit 19.216-mal im Einsatz (1. Halbjahr 2017: 18.494), davon 1.348-mal in Sachsen. Damit wurden die rot-weißen Luftretter in Deutschland insgesamt fast vier Prozent häufiger alarmiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Neben Unfällen zählen akute Herzerkrankungen zu den häufigsten Alarmierungsgründen der zwei Hubschrauber in Dresden und Zwickau. Vor allem im Falle eines Herzinfarkts müssen Betroffene schnellstmöglich in einer Spezialklinik behandelt werden. Eine besondere Herausforderung in ländlichen Regionen – weit entfernt vom nächsten Herzzentrum. Hochmodern ausgestattete Hubschrauber wie die der DRF Luftrettung sind häufig die einzige Chance auf eine zeitnahe notärztliche Versorgung und den schnellen Transport von Patienten in die Zielklinik, besonders in Sachsen.

Wenn jede Minute fürs Überleben zählt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nummer eins in Deutschland – Sachsen belegt hier nach Zahlen der Deutschen Herzstiftung einen traurigen Spitzenplatz. Sehr schnelle Hilfe ist dann überlebenswichtig. Beginnend damit, dass Ersthelfer den Notruf absetzen und Erste Hilfe leisten. Wenn Patienten dann umgehend notärztlich versorgt und in einem spezialisierten Krankenhaus behandelt werden, haben sie eine gute Chance zu überleben und wieder gesund zu werden. Eine besondere Herausforderung im Freistaat Sachsen mit einer Gesamtfläche von rund 18.400 km² und rund 4 Mio. Einwohnern. Denn die einzigen Herzzentren befinden sich in Leipzig und Dresden. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg, flächenmäßig etwa doppelt so groß und mit rund 11 Mio. Einwohnern, stehen zehn Herzzentren zur Verfügung. Die Luftrettung ist damit in Sachsen besonders wichtig.

Neue Hubschrauber für Zwickau und Dresden

Vor diesem Hintergrund treiben die Luftretter die Weiterentwicklung der medizinischen Notfallversorgung aus der Luft auch in Sachsen konsequent voran, beispielsweise im Bereich der eingesetzten Hubschrauber. So kommen in Zwickau und Dresden seit diesem Sommer zwei hochmoderne Maschinen des Typs H 135 zum Einsatz. Neu ist unter anderem das Glascockpit – alle wichtigen Flugdaten werden auf großen Bildschirmen angezeigt. Der Vier-Achsen-Autopilot und ein Anti-Kollisions-System entlasten die Piloten im Flug und bringen noch mehr Sicherheit im Einsatz.

Schnelle und hochwertige Notfallversorgung

Sicherheit, Schnelligkeit und höchste Qualität in der medizinischen Versorgung stehen bei der DRF Luftrettung an erster Stelle. „Wir legen in allen Bereichen höchste Maßstäbe an – nicht nur in der Flugtechnik, sondern auch in der medizintechnischen Ausrüstung und ganz besonders bei der Qualifikation der Besatzung“, unterstreicht Dr. Peter Huber. So können die Notärzte der DRF Luftrettung beispielsweise mit einem kleinen mobilen Ultraschallgerät bereits am Einsatzort den Patienten untersuchen – und wertvolle Informationen der anzufliegenden Klinik übermitteln.

Eine bessere Gesamtversorgung für strukturschwache Gebiete

Doch nicht nur ihre eigenen Aufgaben hat die DRF Luftrettung im Blick. Die gemeinnützig tätige Organisation setzt sich in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten dafür ein, das Gesamtsystem Notfallversorgung zu optimieren. „Wir müssen umdenken. Bisher stand die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes im Vordergrund. Wir sollten aber vielmehr die Gesamtzeit bis zur Übergabe des Patienten in der Spezialklinik berücksichtigen“, fordert Dr. Ulf Aschenbrenner, Abteilungsleiter Medizincontrolling, Qualitätssicherung und Leistungsentwicklung der DRF Luftrettung. Eine noch bessere Verzahnung und Abstimmung aller Akteure in der Notfallversorgung sei nötig, so der Mediziner weiter. In Sachsen, aber auch bundesweit. Denn nicht nur im Falle eines Herzinfarkts werden durch Schnelligkeit Überlebens- und Heilungschancen erhöht.

Insgesamt setzt die DRF Luftrettung an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Neun der Stationen sind rund um die Uhr einsatzbereit. Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten. Über die Hubschrauberrettung hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen und erfahrenen Piloten, Notärzten und Notfallsanitätern Patienten aus dem Ausland nach Deutschland zurück, wenn dies medizinisch notwendig und ärztlich angeordnet ist. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2018 20.330 Einsätze.

Die zwei sächsischen Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung wurden im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 1.348-mal alarmiert, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu bringen (1. Halbjahr 2017: 1.391 Einsätze).

Station Funkrufname Auftrag 1. Halbjahr 2018
Dresden "Christoph 38" RTH 641
Zwickau "Christoph 46" RTH 707
Gesamt     1.348


Finanzierung der Luftrettung

  • Die Abrechnung von Luftrettungseinsätzen erfolgt über die Krankenkassen anhand der geleisteten Flugminuten.
  • Die Krankenkassen erstatten die Kosten, die dem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsumfang entsprechen.
  • Kontinuierliche Investitionen in Fortbildungen für Mitarbeiter und in die Modernisierung der Medizintechnik und Hubschrauber, die über den vorgeschriebenen Mindeststandard hinausgehen, trägt die DRF Luftrettung teils selbst, teils tritt sie in finanzielle Vorleistung.
  • Zur Sicherstellung ihrer hohen Qualität ist die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation auf die Unterstützung von Förderern und Spendern angewiesen. Infotelefon montags bis freitags von 8.00 bis 19.00 Uhr: 0711-70072211. Weitere Informationen online unter: www.drf-luftrettung.de

Zusatzinformationen: Welche Symptome sprechen für einen Herzinfarkt?

  • Starkes Druck- bzw. Engegefühl oder Schmerzen im Brustkorb, die ausstrahlen können (z. B. in Armen, Oberbauch, Schulterblättern, Rücken, Hals oder Kiefer)
  • Enge oder stark brennendes Gefühl in der Herzgegend
  • „Unspezifische Anzeichen“ (häufiger bei Frauen) z. B. Übelkeit, Atemnot, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen in ungewöhnlichem Ausmaß
  • Angstschweiß mit kalter, fahler Haut

Zusatzinformationen: Herzinfarkt! Was kann jeder tun, um zu helfen?

  • Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 alarmieren!
  • Erste Hilfe leisten: Sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ununterbrochen fortfahren.
  • Wenn möglich nach einem Defibrillator Ausschau halten und anwenden! Damit kann ein Herzkammerflimmern unterbrochen werden. In vielen öffentlichen Gebäuden stehen diese bereits zur Verfügung.
Fotos

Hubschrauber des Typs H135

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Häufigste Alarmierungsgründe zu Noteinsätzen der DRF Luftrettung in Sachsen (1. Halbjahr 2018)

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Fülleranzeige "Helfen Sie uns in Sachsen Leben zu retten" (A5, jpg, farbig)

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Fülleranzeige "Helfen Sie uns in Sachsen Leben zu retten" (A5, jpg, schwarz-weiß)

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