30.04.2018 | Pressemitteilung

500. Einsatz des Jahres für Nordhäuser Luftretter

  • Viel zu tun für die Nordhäuser Luftretter: Bereits 500-mal wurden die Besatzungen von Christoph 37 in diesem Jahr alarmiert. Archivbild.

Verkehrsunfälle, lebensbedrohliche internistische Erkrankungen, Arbeitsunfälle – die Besatzungen des am Südharzklinikum in Nordhausen stationierten „Christoph 37“ wissen nie, was sie erwartet, wenn sie sich morgens bei der Leitstelle einsatzbereit melden. Doch eines steht fest: Sie werden dringend gebraucht in der Region. Denn bereits 500-mal wurde der rot-weiße Hubschrauber in den ersten vier Monaten des Jahres alarmiert, so oft wie nie zuvor zu einem so frühen Zeitpunkt.

Bei ihrem 500. Einsatz in diesem Jahr flogen die Luftretter einen Schrebergarten an. Ein älterer Mann war hier von einer Treppe gestürzt und hatte sich schwer verletzt. „Er war so unglücklich aufgekommen, dass unter anderem der Verdacht auf eine erhebliche Verletzung der Wirbelsäule bestand“, beschreibt Martin Wagner, Pilot auf „Christoph 37“ an diesem Tag, den Einsatz. „Der bodengebundene Notarzt hatte uns für einen schnellen und schonenden Transport in eine Klinik nachgefordert. Vor Ort übernahmen wir den Patienten zügig in den Hubschrauber und waren kurze Zeit später schon wieder in der Luft und auf dem Weg nach Halle. In der dortigen Universitätsklinik übergaben wir den Mann zur weiteren Versorgung dem Schockraumteam.“ Insgesamt flog Martin Wagner mit seinen Kollegen am gestrigen Tag acht Einsätze.

Hintergründe zur Station Nordhausen

Der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzte Hubschrauber der DRF Luftrettung startet von der Station des Deutschen Roten Kreuzes aus täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang zu Rettungseinsätzen. „Christoph 37“ wird in den Landkreisen Nordhausen, Harz, Goslar, Osterode, Eichsfeld, Kyffhäuser, Unstrut-Hainich, Sömmerda, Erfurt und Mansfeld-Südharz angefordert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Besatzungen in maximal 15 Flugminuten.