15.03.2012 | Pressemitteilung

DRF Luftrettung gibt Tipps für ein sicheres Osterfeuer

Hell und warm oder unnötig und gefährlich? Am traditionellen Osterfeuer scheiden sich die Geister. Sicher ist: Wenn Reisig, Äste und Gestrüpp zu meterhohen Haufen geschichtet und angezündet werden, sind Vorsichtsmaßnahmen Pflicht. Denn ein leichtsinniger Umgang mit dem Feuer kann schlimme Folgen haben. „Spielende Kinder und offene Flammen gehören nicht zusammen“, sagt Christoph Lind, Rettungsassistent bei der DRF Luftrettung. „Darum sollten Eltern immer ein Auge auf den Nachwuchs haben. Aber auch für Erwachsene gilt: nicht zu nah ans Feuer, auch wenn es dort schön warm ist.“ Herumfliegende Funken hinterlassen im schlimmsten Fall nicht nur hässliche Brandlöcher – sie können die Kleidung entzünden und so zu schweren Verbrennungen führen. Besonders schnell geraten leichte Textilien aus Baumwolle in Brand, aber auch Stoffgemische mit Wolle und Polyacryl sind gefährdet. Falls Kleidung Feuer fängt, ist schnelles Handeln geboten. Am besten ist jedoch die Vorsorge: „Wer einen Funken auf der Schulter seines Nachbarn sieht, sollte seine Zurückhaltung ablegen und ihn schnell ausklopfen“, rät der Experte. Die Besatzungen der DRF Luftrettung wissen durch ihren Arbeitsalltag, welch lebensgefährliche Folgen schwere Verbrennungen am Körper haben. Werden die Besatzungen zu einem Notfalleinsatz gerufen, sind die rot-weißen Hubschrauber innerhalb von zwei Minuten in der Luft. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern können sie in maximal 15 Minuten erreichen. Damit es bei Osterfeuern gar nicht erst zu gefährlichen Situationen kommt, gibt die DRF Luftrettung folgende Ratschläge:

  • Der Abstand des Feuers zu Gebäuden muss mindestens 100 Meter betragen, bei Stroh- und Reetdachhäusern mindestens 200 Meter.
  • Der Holzstapel sollte nicht mehr als fünf Meter hoch sein und einen Durchmesser von höchstens acht Metern haben.
  • Feuerwehrzufahrten dürfen keinesfalls durch parkende Fahrzeuge, Partyzelte oder ähnliches versperrt werden. Im Notfall zählt zur Rettung jede Minute.
  • Benutzen Sie keine Brandbeschleuniger. Brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Spiritus gehören nicht in die Nähe eines Osterfeuers, geschweige denn ins Feuer.
  • Achten Sie auf Funken. Sie können unbemerkt auf Kleidung gelangen und schnell großen Schaden anrichten.
  • Setzen Sie im Falle eines Unfalls sofort einen Notruf unter der bundesweiten Alarmnummer 112 ab und leisten Sie Erste Hilfe, indem Sie brennende Kleider mit Wasser löschen oder die Flammen mit einer dicken Decke ersticken. Kühlen Sie anschließend die Haut.
  • Decken Sie die Brandwunden mit einem sterilen Verbandsmaterial ab und verwenden Sie keine Brandsalben. So können keine Keime in die Wunde gelangen.
  • Lassen Sie bei größeren Verbrennungen die Kleidung am Körper, da diese mit eingebrannt sein kann und beim Ablösen weitere Hautschäden verursachen kann.

Hintergrundinformationen Wenn ein Mensch in Not ist, kommt die schnellste Hilfe oft aus der Luft. Die DRF Luftrettung setzt an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark rund 50 Hubschrauber für die Notfallrettung und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht Standorten sogar rund um die Uhr. Darüber hinaus werden weltweite Patiententransporte mit eigenen Ambulanzflugzeugen durchgeführt. Zur Finanzierung ihrer Arbeit ist die gemeinnützig tätige Organisation auf die Unterstützung von Förderern angewiesen, Infotelefon: 0711-70072211.