08.02.2019 | Pressemitteilung

Expertenaustausch über den Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen (UAV) in der Notfallrettung

  • Die DRF Luftrettung hat Experten interdisziplinären fachlichen Austausch nach Fil-derstadt eingeladen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand der Einsatz von unbe-mannten Luftfahrzeugen (UAV) – sogenannter „Drohnen“. Quelle: DRF Luftrettung

DRF Luftrettung lädt zum Wissenstransfer nach Filderstadt ein: Im Vorfeld zum Europäischen Tag des Notrufs 112 am 11. Februar hat die DRF Luftrettung in Filderstadt einen Workshop zum Thema „Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen in der Notfallmedizin“ veranstaltet. Experten aus den Bereichen Medizin, Flugbetrieb und Forschung und Entwicklung diskutierten vor Ort über Chancen und Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz von Drohnen in Ergänzung zur Luftrettung eröffnen.

Als Gastgeber und Initiator des Workshops hatte die DRF Luftrettung erstmals diese Plattform für den interdisziplinären fachlichen Austausch geschaffen. Eine Gelegenheit, die von den eingeladenen Experten aus Medizin, Technik, Forschung und Entwicklung durchweg positiv aufgenommen wurde. Auch Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie die Deutsche Flugsicherung nahmen am Workshop teil. Diskutiert wurden unter anderem Szenarien bei der Suche von Notfallpatienten, der Absicherung von Großveranstaltungen und Geländeerkundung im Katastrophenfall sowie der Materiallogistik. In der ergebnisoffenen Diskussion erörterten die Experten sinnvolle, sichere und effiziente Einsatzmöglichkeiten für „Drohnen“ in der Notfallmedizin als Ergänzung zu bestehenden Systemen.

Einigkeit herrschte bei den Teilnehmern darüber, dass eine überregionale Infrastruktur zur Nutzung von Drohnen geschaffen werden muss, die sowohl den rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht wird, als auch medizinische, technische und Anforderungen hinsichtlich der Finanzierbarkeit erfüllt. Oberste Priorität haben jedoch die Sicherheitsanforderungen an derartige Systeme.

Über die DRF Luftrettung
Die DRF Luftrettung setzt an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die Notfallrettung und für den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an zehn Standorten im 24-Stunden-Betrieb. Sie ist darüber hinaus im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer weiteren Station in Liechtenstein beteiligt. Mit zehn Stationen betreibt die DRF Luftrettung die meisten 24-h-Stationen in Deutschland. Europaweit hat sie die größte Erfahrung zum Thema Nachtflug, mit den meisten Flugstun-den bei Dunkelheit. Darüber hinaus führt die DRF Luftrettung weltweite Rückholungen von Patienten mit eigenen Ambulanzflugzeugen durch.

Aktuell starten 570 Notärzte, 170 Piloten und 120 Notfallsanitäter zu Einsätzen der DRF Luftrettung. Im Jahr 2018 stieg die Anzahl nächtlicher Alarmierungen der rot-weißen Hub-schrauber um zwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Über den Europäischen Tag des Notrufs
Die Europäische Union (EU) hat im Jahr 2009 den 11. Februar zum Europäischen Tag des Notrufs erklärt. Die Entscheidung auf diesen Tag fiel aufgrund der im Datum enthaltenen Notrufnummer (11.2.) Ziel ist es, um die europaweite Gültigkeit und die damit verbundenen Vorteile des Notrufs 112 der breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen. Der europaweite Notruf 112 wurde 1991 eingeführt. Notdienste sind damit insbesondere für Reisende leichter erreichbar. Der Notruf ist aus allen Fest- und Mobilfunknetzen in der EU gebührenfrei.