24.04.2020 | Pressemitteilung

Zum Schutz von Patienten und Crews: Station Rendsburg mit EpiShuttle im Einsatz

  • Die medizinischen Besatzungen der Station erhalten Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem EpiShuttle.

„Christoph 42“ wird als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung Ende dieser Woche mit einem sogenannten „EpiShuttle“, einer speziellen Isolationstrage, ausgestattet. Aktuell erhalten die medizinischen Besatzungen der Station Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem System.

Zum Schutz von Patienten und Crews wird der rund um die Uhr einsatzbereite „Christoph 42“ Ende dieser Woche als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung mit einer speziellen Isoliertrage, einem sogenannten „EpiShuttle“, ausgestattet. Weitere Stationen sollen zeitnah folgen. Durch den Einsatz der Trage sind sowohl die Patienten als auch die Rendsburger Luftretter optimal geschützt, und die Crew kann sich besser auf die medizinische Versorgung des Patienten konzentrieren. Zudem sparen die Besatzungen wertvolle Zeit und können den Hubschrauber sehr rasch wieder für Einsätze zur Verfügung stellen, da die besonders aufwändige Desinfektion des Hubschraubers nach Einsätzen mit Corona-Infizierten aber auch anderen infektiösen Patienten nicht notwendig ist.

„Nachdem wir aufgrund der insgesamt höheren Belastung im süddeutschen Raum zuerst dort Stationen mit den EpiShuttles ausgestattet haben, werden wir die Verteilung der weiteren verfügbaren Isoliertragen bundesweit ausdehnen.

Für den norddeutschen Raum haben wir uns aufgrund der Lage der Rendsburger Station sowie der 24-Stunden-Bereitschaft für die Ausstattung von Christoph 42 mit einem der weiteren verfügbaren EpiShuttles entschieden,

erläutert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Auch für die Versorgung der Inseln und Halligen, die Christoph 42 rund um die Uhr gewährleistet, bietet das EpiShuttle eine zusätzliche Möglichkeit – insbesondere wenn wieder vermehrt Touristen auf die Inseln reisen dürfen.

Das innovative EpiShuttle erlaubt es, Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten, wie z.B. bei einer Corona-Infizierung, wie in einer Isolierstation zu transportieren: Die Person liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden. Die medizinischen Besatzungen der Stationen werden im Vorfeld eingehend mit dem EpiShuttle vertraut gemacht, unter anderem durch ein umfangreiches Einsatzkonzept, welches unterschiedlichste Szenarien berücksichtigt. Somit sind die Crews in der Lage, bei entsprechender Indikation Transporte mit dem EpiShuttle nach höchsten Sicherheitsstandards durchzuführen.

Die Luftrettungsstation Rendsburg

Bereits seit 1975 ist „Christoph 42“ der zentrale Rettungshubschrauber für ganz Schleswig-Holstein. Er wird in der Notfallrettung sowie für dringende Transporte von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Das Einsatzgebiet von „Christoph 42“ liegt im zentralen Schleswig-Holstein mit einem Einsatzradius von rund 60 Kilometern rund um die Station. Tagsüber umfasst es die Kreise Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg einschließlich der Inseln und Halligen. In der Nacht erstreckt sich das Einsatzgebiet über ganz Schleswig-Holstein. Es kommt ein Hubschrauber des Typs EC 145 zum Einsatz.

Fotos

Die medizinischen Besatzungen der Station erhalten Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem EpiShuttle (Quelle: DRF Luftrettung).

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