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29.12.2016 | Pressemitteilung

Vorsicht im Umgang mit Silvesterknallern

  • Im Notfall sind die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung innerhalb von zwei Minuten in der Luft.

Am schwarzen Nachthimmel funkelt es in leuchtenden Farben, überall knallt es und Pulverdampf hängt in der Luft – das Jahr 2017 beginnt. „So schön ein Feuerwerk ist, so gefährlich kann es werden“, weiß Jochen Korgitta, Notarzt der DRF Luftrettung. „Deshalb sollte jeder, der mit Feuerwerkskörpern hantiert, wissen wie er sich und seine Mitmenschen vor Unfällen schützt“, rät der erfahrene Notfallmediziner. Dafür gibt es zwei klare Regeln. „Zum einen benötigen Raketen einen sicheren Stand: Denn wenn sie umfallen, können Menschen getroffen werden. Zum anderen sollte immer ein Sicherheitsabstand von vier bis fünf Metern zu Böllern und Raketen eingehalten werden. Sonst können Fremdkörper ins Auge gelangen oder der Knall kann so laut sein, dass er das Innenohr schädigt“, erklärt Luftretter Korgitta. Wird der Böller zu spät weggeworfen, kann dies außerdem zu schweren Verletzungen an den Händen führen.

Für den Fall, dass es doch einmal zu einem Unglück kommt, hat Jochen Korgitta Ratschläge für die Erstversorgung: „Bei Augenverletzungen sollte das Auge mit einer Wundauflage abgedeckt und beide Augen verbunden werden. Nur wenn beide Augen verdunkelt sind, kann das verletzte Auge ruhiggestellt werden.“ Auf keinen Fall sollten Fremdkörper im Auge selbst entfernt werden. Stattdessen muss sofort der Rettungsdienst unter „112“ alarmiert werde. Bei Verbrennungen empfiehlt der Notarzt der DRF Luftrettung als erste Maßnahme: „Die betroffene Stelle sollte für zehn bis 15 Minuten mit Wasser gekühlt werden, bis der Schmerz nachlässt.“ Größere Verbrennungen müssen unbedingt in einer Klinik behandelt werden.