31.07.2014 | Pressemitteilung

Weltweit erster Hubschrauber des Typs EC 145 T2 geht zur DRF Luftrettung

  • Übergabe der EC 145 T2. V.l.n.r.: Johann Haslberger (Pilot DRF Luftrettung), Franz Ahollinger (Pilot DRF Luftrettung), Manfred Merk (Head EC145 Program), Dr. Hans Jörg Eyrich (Vorstand DRF Luftrettung), Dr. Wolfgang Schoder (CEO Airbus Helicopters Deutschland), Steffen Lutz (Vorstand DRF Luftrettung) und Thomas Hein (Vice President Customer Relations and Sales Europe for Airbus Helicopters). © Airbus Helicopters
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Heute wurde der DRF Luftrettung am Airbus Helicopters-Produktionsstandort Donauwörth der weltweit erste Hubschrauber des Typs EC 145 T2 übergeben. Hierbei handelt es sich um eine von insgesamt 20 Maschinen, mit der die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation in den kommenden Jahren sukzessive ihre BK 117- und Bell 412-Flotte austauschen wird.

„Die EC 145 T2 zeichnet sich durch ihre Leistungsstärke und ihre leisen Triebwerke aus. Außerdem bietet der ummantelte Heckrotor erhöhte Sicherheit für Passagiere und Einsatzkräfte am Boden und in der Luft – gerade bei nächtlichen Rettungseinsätzen. Daher ist sie optimal für die Luftrettung geeignet. Wir sind stolz, als erster Luftrettungsbetreiber weltweit die EC 145 T2 von Airbus Helicopters heute in Empfang nehmen zu können“, erklärt Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

Mit diesem Neuzugang läutet die DRF Luftrettung einen Generationenwechsel bei ihren Hubschraubern ein: Hochmodern ist das Cockpit mit einem neu entwickelten Avionik-System mit 4-Achsen-Autopilot und einer verbesserten satellitengestützten Navigation, die den Piloten entlasten. Eingebaut ist auch das Kollisionswarngerät FLARM, das den Piloten an Bord in der Luftraumbeobachtung unterstützt, indem es vor möglichen Zusammenstößen warnt.

Von der Einrüstung bis zur Inbetriebnahme

Zwei Piloten der DRF Luftrettung überführen die neue Maschine in die Werft der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. „Wir werden dann direkt mit der medizintechnischen Einrüstung der Maschine beginnen“, erklärt Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung. Die Bucher Leichtbau AG, die ADAC Luftrettung und die DRF Luftrettung haben hierzu ein innovatives Innenraumkonzept entwickelt, das erstmals zur Anwendung kommt: Bei der Befestigung der medizinischen Geräte, der Ausstattung der Trage sowie der Anordnung der Sitzplätze für die medizinischen Besatzungen standen ergonomische und funktionale Aspekte im Vordergrund, die der Patientensicherheit zugute kommen.

Bis die Maschine, die für die Station in München vorgesehen ist, in den Einsatzbetrieb gehen kann, vergehen noch einige Monate. „Nach heutigem Stand rechnen wir zum Jahreswechsel mit der Indienststellung der Maschine in München. Nach der Einrüstung schließt sich der Zulassungsprozess mit der europäischen Luftfahrtbehörde EASA an, der aufgrund des Ersteinbaus einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Parallel laufen die theoretischen und praktischen Schulungen unserer Piloten auf dem neuen Hubschraubermuster. Schulungen durchlaufen auch unsere Techniker, die die regelmäßige Wartung der EC 145 T2 übernehmen werden“, so Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung.

Die DRF Luftrettung

Ein schwerkranker Herzpatient, ein viel zu früh geborenes Kind oder ein Patiententransport mit künstlicher Lunge – diesen Herausforderungen stellen sich die Hubschrauberbesatzungen der DRF Luftrettung jeden Tag. Denn im Notfall zählt jede Minute. Seit 41 Jahren setzt die DRF Luftrettung an 30 Stationen in Deutschland und Österreich Hubschrauber in der Notfallrettung und für den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Darüber hinaus werden weltweite Patiententransporte mit eigenen Ambulanzflugzeugen durchgeführt. Dabei arbeitet die DRF Luftrettung mit hohen Qualitätsstandards, sowohl in der Medizin als auch in den Bereichen Flugbetrieb und Technik. Deswegen investiert die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation beispielsweise in die neue EC 145 T2-Flotte. Im ersten Halbjahr 2014 leistete die DRF Luftrettung bereits 19.523 Einsätze. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von vier Prozent. Zur Finanzierung ihrer Arbeit ist die DRF Luftrettung auf die Unterstützung von Förderern und Spendern angewiesen.