01.04.2019 | Pressemitteilung

Windentraining mit „Christoph 62“

  • Mit Bergesack und 90 Meter langer Seilwinde kann die Besatzung von Christoph 62 Patienten aus schwer zugänglichem Gelände retten.
  • Gemeinsam mit der DRK Bergwacht trainierten die Luftretter am vergangenen Wochenende den Einsatz mit der am Hubschrauber fest installierten Winde.

Am vergangenen Wochenende fand das erste gemeinsame Windentraining der DRF Luftrettung und der Bergwacht des DRK statt. Bei Gohrisch in der Sächsischen Schweiz trainierten insgesamt 50 Teilnehmer das Retten schwer kranker oder verletzter Patienten aus unwegsamem Gelände.

„Rechts, links, gut. Und ab!“ Sebastian Schneider dirigiert den Piloten des rot-weißen Hubschraubers zur Einsatzstelle. Punktgenau setzen die beiden ihren Kollegen, der 50 Meter unter der Maschine am Seil hängt, beim ‚Patienten‘ ab. Kaum angekommen beginnt der Notarzt mit der Untersuchung und Versorgung des Mannes. „Wir legen großen Wert darauf, die Szenarien in unseren Übungen sehr realistisch darzustellen“, erklärt Schneider, Ausbildungsleiter Rettungswinde bei der DRF Luftrettung. „Denn dies und die Einübung standardisierter Verfahren bringen im echten Einsatz die Sicherheit, die bei uns an erster Stelle steht. Im Ernstfall ist es wichtig, dass alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten und sich aufeinander verlassen können. Ich möchte allen Teilnehmern für die gute Zusammenarbeit danken, die den reibungslosen Ablauf des Trainings möglich gemacht hat. Besonders würdigen möchte ich dabei das große Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte.“

Auch das DRK sieht die erste gemeinsame Übung als Erfolg: „Die Bergwacht des DRK freut sich sehr über diese Kooperation und den neuen Partner. Wie die letzte Saison gezeigt hat, ist die luftgestützte Rettung von großer Bedeutung für die Sicherheit der Berg- und Wanderfreunde in der Sächsischen Schweiz“, sagt Kai Kranich, Pressesprecher des DRK in Sachsen. Die Einsatzzahlen der DRK Bergwacht haben 2018 einen Höchststand erreicht. Hintergrund waren die weiter steigende Beliebtheit der Sächsischen Schweiz als Erholungsgebiet, die besonders guten Wetterbedingungen und die damit verbundene Verlängerung der Saisonzeit.

Bundesweit setzt die DRF Luftrettung an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland sowie an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Pro Jahr leistet sie rund 40.000 Einsätze. Die gemeinnützige Luftrettungsorganisation führt bereits seit über 20 Jahren Einsätze mit der Rettungswinde durch und hat umfassende Erfahrung und großes Know-How auf diesem Gebiet.

Informationen zur Station Bautzen

Die am 1. September 1998 gegründete Station befindet sich am Flugplatz Bautzen. „Christoph 62“ ist täglich rund um die Uhr bei Notfällen als schneller Notarztzubringer und für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken einsatzbereit. Angefordert wird die Besatzung über die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda oder über die Koordinierungsstelle für Verlegungsflüge des Freistaates Sachsen in Dresden.

Die am Rettungshubschrauber fest installierte Winde (90 Meter Seillänge) ist für die topographischen Einsatzbedingungen in Ost-Sachsen erforderlich: Einsätze bringen die Hubschrauberbesatzungen unter anderem in die Gebiete des Erzgebirges und der Sächsischen Schweiz. Partner für solche Rettungseinsätze ist die Bergwacht Sachsen. Darüber hinaus kann die Rettungswinde auch überregional angefordert werden.

Neben erfahrenen Piloten und Notfallsanitätern der DRF Luftrettung kommen an der Station Bautzen Notärzte aus dem Städtischen Klinikum Dresden zum Einsatz.

 

Fotos

Mit Bergesack und 90 Meter langer Seilwinde kann die Besatzung von Christoph 62 Patienten aus schwer zugänglichem Gelände retten.

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Gemeinsam mit der DRK Bergwacht trainierten die Luftretter am vergangenen Wochenende den Einsatz mit der am Hubschrauber fest installierten Winde.

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