14.05.2020 | Pressemitteilung

Zum Schutz von Patienten und Crews: Christoph München mit EpiShuttle im Einsatz

  • Die medizinischen Besatzungen der Station erhalten Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem EpiShuttle.

„Christoph München“ wurde als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung gestern mit einem sogenannten „EpiShuttle“, einer speziellen Isolationstrage, ausgestattet. Die medizinischen Besatzungen der Station wurden in den vergangenen zwei Tagen mit Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem System geschult.

Zum Schutz von Patienten und Crews wurde der rund um die Uhr einsatzbereite Intensivtransport-hubschrauber „Christoph München“ gestern als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung mit einer speziellen Isoliertrage, einem sogenannten „EpiShuttle“, ausgestattet. Durch den Einsatz der Trage sind sowohl die Patienten als auch die Münchner Luftretter optimal geschützt, und die Crew kann sich besser auf die medizinische Versorgung des Patienten konzentrieren. Zudem sparen die Besatzungen wertvolle Zeit und können den Hubschrauber sehr rasch wieder für Einsätze zur Verfügung stellen, da die besonders aufwändige Desinfektion des Hubschraubers nach Einsätzen mit Corona-Infizierten, aber auch anderen infektiösen Patienten, nicht notwendig ist.

Die weiterhin höhere Belastung im süddeutschen Raum durch das Coronavirus war für uns ausschlaggebend, das nächste verfügbare EpiShuttle an unserer Münchner Station einzusetzen.

Neben der 24-Stunden-Bereitschaft sprach auch die Lage der Landeshauptstadt im süddeutschen Raum dafür“, erläutert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

Dr. med. Andreas Bayer, leitender Hubschrauberarzt der Station München und Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie des Klinikum der Universität München, unterstreicht: „Da wir als Schwerpunktklinik für Covid-19-Patienten mit Lungenversagen immer wieder Patienten in einem sehr kritischen Zustand von anderen Intensivstationen übernehmen, die aufgrund des schwierigen Verlaufs eine Ausweitung der Intensivtherapie unter anderem in Form einer ECMO-Therapie benötigen, ist ein rascher und schonender Transport dieser Patienten, teils über lange Distanzen, nötig. Insofern freuen wir uns über die Ausstattung mit einem EpiShuttle.“

Das innovative EpiShuttle erlaubt es, Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten, z.B. bei einer Corona-Infizierung, wie in einer Isolierstation zu transportieren: Der Patient liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden. Die medizinischen Besatzungen der Stationen wurden im Vorfeld eingehend mit dem EpiShuttle vertraut gemacht, unter anderem durch ein umfangreiches Einsatzkonzept, das unterschiedlichste Szenarien berücksichtigt. Somit sind die Crews in der Lage, bei entsprechender Indikation, Transporte mit dem EpiShuttle nach höchsten Sicherheitsstandards durchzuführen.

Die Luftrettungsstation München

Der an der Station München eingesetzte Hubschrauber ist 24 Stunden täglich einsatzbereit. Das Einsatzgebiet von „Christoph München“ umfasst zum einen Intensivtransporte im gesamten süddeutschen Raum sowie zum anderen Notfalleinsätze nach Bedarf in München und den umliegenden Landkreisen. Die Münchner Station ist die erste in Deutschland, die seit Juli 2009 Nachtsichtbrillen einsetzt. Die am Pilotenhelm befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht und bieten so den Piloten eine sehr gute optische Orientierung in der Dunkelheit. Seit 2015 kommt ein Hubschrauber des Typs H 145 zum Einsatz.

Fotos

Die Patienten können über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden (Quelle: DRF Luftrettung).

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Die medizinischen Besatzungen der Station erhalten Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem EpiShuttle (Quelle: DRF Luftrettung).

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